3dog Entertainment

Juni, 2022

Do16Jun19:00WATERSHEDElephant In The Room - Tour 2022Musiktheater Pianohttps://www.watershed.co.za/TICKETPREISE:VVK 25,- € / AK 30,- € BEGINN:20.00 Uhr

EINLASS

19.00 Uhr

BEGINN

20.00 Uhr

TICKETPREISE

VVK 25,- € / AK 30,- €

Konzert-Information

Viele Musikerinteressierte erinneren sich bestimmt noch an die wunderbare Watershed-Acoustic-Ballade “Indigo Girl“ aus dem Jahr 2002, die durch fast alle Radiostationen gereicht wurde. Das ist die Geschichte eines Mädchens, in die sich der Protagonist unsterblich verliebt, aber sicher weiß, dass er eben dieses Mädchen niemals für sich gewinnen kann. Im dazugehörigen Video wird gezeigt, wie in seinen Gedanken diese Frau immer wieder durch sein Blickfeld läuft, sie neben ihm steht, aber real nicht existiert. Deswegen gibt es im Video immer Schnitte zu scheinbaren Überwachungskameras, in denen die Frau ebenfalls nicht zu sehen ist. Zum Schluss allerdings sieht man sie dann doch real, was uns wohl zeigen soll, dass manchmal Träume doch in Erfüllung gehen können – besonders der nach einem Indigo-Girl.

Hinter dem Song, der vom Klavierspiel und der einschmeichelnden Stimme des Watershed-Frontmannes und Komponisten getragen wird, steckt Craig Warren Hinds, der, laut eigener Auskunft, einigermaßen zufrieden mit sich ist. “Ich bin in verschiedene Projekte involviert und kann über Langeweile nicht klagen. Ein Film
über ‚Eine Tag im Leben von Craig Hinds‘ könnte sehr interessant sein. Trotzdem ist Erfolg mein oberstes Ziel bei allem, was ich tue“.

Es geht die Sage, dass ein “SWR 3“-Musik-Redakteur diesen Song während eines Urlaubs in Südafrika gehört hatte und nicht eher ruhte, bis er die Platte in den Händen hielt. Zurück in Deutschland stellte er sie im Radio vor und war mitverantwortlich dafür, dass der Song in der Bundesrepublik und im restlichen Europa zum Erfolg avancierte. Über den Rundfunk-Erfolg wachte auch “EMI Deutschland“ auf und brachte den Song zunächst als Single auf den Markt. Kurz danach folgte in Deutschland/Europa das dazugehörige Album “In The Meantime“, mit einer etwas abgeänderten Tracklist, als im südafrikanischen Original.

Mit ihrer Debütsingle “Shine On Me“ hatten sich Watershed nationalen Ruhm erspielt. Die Nachfolger “Indigo Girl“ und “Letters“ machte sie zu internationalen Stars.

Gegründet wurden Watershed 1998 im südafrikanischen Johannesburg von Craig Hinds, der vorher Englisch und Geschichte studiert hatte. Der unterschrieb ein Jahr später bei “EMI South Africa“, umgab sich mit einer Schar von Musikern und veröffentlichte 2000 das Debüt-Album. Mit dabei waren Nathan Waywell (b), Barry
Van Zyl (dr) und Paul McIver (g, org). Zusätzlich etablierte sich die Band zu Hause durch überzeugende Live-Konzerte und erspielte sich einen ständig wachsenden Publikums-Stamm. “In The Meantime“ wurde in Südafrika zu einem Platin-Hit und wurde in Deutschland, aufgrund des “Indigo Girl“-Erfolges, in den deutschen Charts ein Top 40-Erfolg.

Nach der erfolgreichen Single “Indigo Girl“ konnten die südafrikanischen Rock-Ikonen ihren Ruf vom heißen Tipp zu einer der angesehensten und dekoriertesten Bands Südafrikas ausbauen. Ihre unverwechselbaren melodischen Gitarrensounds mischen sich mit der ausdrucksstarken Stimme des Sängers und Songwriters Craig Hinds. Ein in-sich-ruhender und klassischer Rock-Sound, der einen hohen Wiedererkennungswert hat und doch absolut einzigartig ist. Watershed entwickelte sich im Laufe der Karriere auch zu einem der erfolgreichsten südafrikanischen Exporte.

Erfolg, der sich nicht nur in den Verkaufszahlen niederschlug, sondern auch in Auszeichnungen, die sich die Band im Laufe der Jahre in den Schrank stellen konnte. So wurden Watershed zweimal als Südafrikas “Hottest Band“ und viermal mit dem “Peoples Crystal Award“ als beste Band des Landes ausgezeichnet.

2003 folgte das vergoldete Album “Wrapped In Stone“ (2003), dass während eines All-Star-Konzertes auf dem “Nelson Madela Square“ in Johannisburg live vorgestellt wurde. “Wrapped In Stone“, dass als “ Best Adult Contemporary Album“ nominiert wurde, war das erste mit Graham Smith (key) und gleichzeitig das letzte mit Paul McIver, der danach durch Nic Rush ersetzt wurde. Danach erschien das, mit Platin veredelte, Album “Mosaic“ (2005), das mit Gold ausgezeichnete “Staring At The Ceiling“ (2008) und die Best-Of-Doppel-Album “Million Faces“ (2010), dass einige neue, beziehungsweise in Europa bisher unveröffentlichte, Songs enthielt. Mit “Million Faces“ feierte die Band auch ihr 10-jähriges Bestehen.

Neben nationalen Tourneen konnte die Band auch große Erfolge feiern, bei denen sie weltweit mit/neben einigen der Großen im Rockgeschäft, wie U2, Peter Gabriel, Bob Geldof, The Corrs und The Cranberries, auftreten konnte. 2010 absolvierten Watershed, gemeinsam mit dem Melodic-Rock-Trio MacStanley aus Kapstadt, erstmalig eine Deutschland-Tournee im Rahmen einer “Rock Kick Off Tour“. In den letzten Jahren hatte sich die Band allerdings in Europa eher rar gemacht.

2013 veröffentlichte Craig Hinds sein Solo-Debüt “Ordinary Boy“ arbeitete aber auch mit Watershed weiter. So folgte mit “Watch The Rain“ (2015) ein Album, dass sich in Richtung New-Age-Country-Rock entwickelte, ohne aber die Wurzeln des akustischen Singer-Songwriter-Rock zu verlassen, für den Watershed bekannt und beliebt war/ist. Gleich die erste ausgekoppelte Single “Magical Energy“ enterte die südafrikanischen Charts im Sturm.

Mit “Harbour“ (2018), dem sechsten Studio-Album, blieb die Gruppe ihrem Stil treu. Für die Produktion hatte sich Hinds mit seinem Bandkollegen und Produzenten Gideon Botes zusammengetan. ‚Wir haben eine Weile gebraucht, um dieses Album fertig zu stellen, weil Gidi, ich und der Rest der Jungs unsere Zeitpläne abstimmen mussten. Das Ergebnis ist etwas, auf das wir alle sehr stolz sind. Wir haben das Glück, eine Gruppe zusammen zu haben, die individuell, talentiert und reif genug war, um die Songs ohne den Einfluss von zu viel Ego entstehen zu lassen! Es ist ein sehr großes Privileg, mit jedem von ihnen zu arbeiten“ (CRAIG HINDS). Die Band bestand zu dieser Zeit aus Craig Hinds, Howie Combrink (dr, g), Gideon Botes (g), Quintin Askes (b) und (erneut) Paul McIver (g). Neben den Craig Hinds-Kompositionen enthielt die LP auch den 80er Waterboys-Song „Fisherman’s Blues“, den sie lange Zeit live gespielt hatten und der eine fantastische Hommage an diesen zeitlosen Song darstellt.

Im Lauf der Jahre kamen und gingen so einige Mitmusiker, mit denen sich Gründer Hinds umgab – Sasha Sonnbichler (g), Dino Dente (key, g), Tulsa Pittaway (dr), Paul McIver (g) Vernon Hodgetts (g, b), Graham Smith (key), Nic Rush (g), Lizzie Rennie (vi, key), Peter Auret (dr), James Sunney (b) und Hylton Brooker (key).

Nach einer Veröffentlichungspause von drei Jahren erscheint jetzt, zum 20-jährigen Jubiläum ihres “Indigo Girl“ und 21 Jahre nach ihrer ersten 2000er Album-Veröffentlichung „In the Meantime“, mit “Elephant In The Room“ endlich ein neues Watershed-Album, dass einerseits an die Klasse der alten Platten anknüpft, aber auch die Zeichen und die Sounds der Gegenwart aufgreift.

Das Album wurde während der globalen Covid 19-Pandemie geschrieben, arrangiert und aufgenommen. Craig Hinds hatte Anfang 2020 damit begonnen, erste Ideen zu sammeln. Die Songs entwickelten sich langsam und als er wieder reisen durfte, traf er sich mit seinen Bandkollegen in Johannesburg, um in gemeinsamen Sessions die Titel weiter zu entwickeln. „Es gab viel zu schreiben, da die Emotionen hoch waren, Familien und Paare getrennt waren und ‚times they are/were a-changing‘, wie die Legende Bob Dylan es ausgedrückt hätte“ (CRAIG HINDS).

“Elephant In The Room“ ist ein solides und warmes Album mit zwölf Titeln, dass in Trio-Formation (Craig Hinds (voc, g, p), Howie Combrink (dr, voc) und Gideon Botes (g) aufgenommen wurde. Letzterer ist auch für Produktion und das Mixing verantwortlich, bei dem er von Hinds und Combrink unterstützt wurde. Es enthält, neben den gewohnt hervorragenden Craig Hinds-Kompositionen, auch eine umwerfende Watershed-Interpretation des Bruce Springsteen-Klassikers “I’m On Fire“. Die LP enthält eine gute Mischung aus Uptempo-Songs, klassischen Watershed-Balladen und Mid-Tempo-Stücken. Die Musik der Gruppe hat sich im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt und die unterschiedlichsten Einflüsse mit aufgenommen, ohne jedoch zu weit von dem abzuweichen, was Watershed immer ausgemacht hat.

Textlich unternimmt Craig Hinds eine Reise ins Unbekannte und hinterfragt alles, was um ihn herum geschieht, während er gleichzeitig versucht, den “Elefanten im Raum“ anzusprechen. „Es gibt einfach zu viele Meinungen und niemand spricht wirklich die reale Situation an“ (CRAIG HINDS). In echter Watershed-Songwriting-Tradition, werden in den Songs Themen aus dem Alltag, die alltäglichen Sorgen, die alltäglichen Höhen und Tiefen und die alltägliche Liebe aufgegriffen, um Songs zu kreieren, die einem für längere Zeit nicht mehr aus dem Kopf gehen. Seine größte Angst ist, keinen Hit schreiben zu können. “Es spielt keine Rolle, wie viel Du tourst, wie viele Fans Du hast oder wie viele Netz-Follower Deine Seite anklicken. Wenn Du
keine guten Songs hast, gehst du nirgendwo hin“ (CRAIG HINDS).

Wer aber ein neues “Indigo Girl“ erwartet, wird evtl. enttäuscht werden, denn Watershed anno 2021 ist durchaus zeitgemäßer und rockiger geworden. Stilistisch haben sich Watershed weiterentwickelt, verleugnen dabei aber ihren eigenen, speziellen Sound nicht. Eindringlicher, energiegeladener und anspruchsvoller Indie-Folk-Pop-Rock. Songs wie die Single-Auskopplung “Undone“, “Map Of My Behaviour“, der Bonus-Titel “Countdown“ oder das Titelstück selbst haben ein grandios treibendes Schlagzeug, ohne dabei die Melodie-Affinität der Hinds-Kompositionen zu verlieren. Da werden Erinnerungen an frühe R.E.M., Coldplay und die Crash Test Dummies wach. Der Schwerpunkt der Instrumentierung ist eine exzellente Mischung aus Gitarren, E-Piano und die markante und natürlich ausdrucksstarke Stimme von Craig Hinds.

Die erste Single „Undone“ eine treibende Uptempo-Nummer über unser neues Leben, wie wir die Welt heute kennen, „es hat mich dazu gebracht, alles, was mir nahesteht, aus der Öffentlichkeit herauszuhalten und zu versuchen, ein Lächeln auf den Lippen zu behalten. Das ist zu einer harten Realität in unserem Leben geworden“ (CRAIG HINDS). “I wonder how the music plays, when everything is wrong“, “I wonder how the world will turn, when everything is burned“ und “I wonder where the old man goes, to lighten up the world” sind Textzeilen aus “Undone“. Der endet mit “Smile at the sun, I’m undone“, mit der Frage, wann das alles beendet sein wird. “Empty Space“ ist ein Song, der eine solide Beziehung beschreibt, in der nichts auf der Welt funktioniert, außer eben dieser soliden Zweisamkeit. Aber aus diesem Grund beginnen die Dinge wieder zu funktionieren. “Where the rivers meet, from the high land peaks, bringing a message down of something pure and sweet, to guide me home, so I can rest my bones and begin again” sind Worte, die die Songs von Watershed zu dem machen, was sie sind. Wenn Craig Hinds ein Ministerium erschaffen dürfte, dann wäre es ein “Ministerium Für positive Nachrichten“. Die Ballade „Try Again“ handelt von einer unlösbaren Trennung ohne möglichen Ausgang und der “Elephant In The Room“ ist einfach, treibend, hart und roh und hat einen Refrain, der sich sofort den Rest des Tages als Ohrwurm im Gehörgang festhaken kann.

Der Album-Titel “Elephant In The Room“ geht auf eine ursprünglich russische Metapher zurück, die heute hauptsächlich im englischen Sprachraum verbreitet ist und die auch im Deutschen durchaus gebräuchlich ist. Damit wird ein offensichtliches Thema bezeichnet, das zwar im Raum steht, aber trotzdem von den Anwesenden nicht angesprochen wird. Die Gründe für dieses Nichtansprechen können unterschiedlich sein, z.B. die Angst vor persönlichen Nachteilen, vor Repressionen oder vor der Furcht, Anwesende zu verletzen, ein Tabu zu brechen oder die Regeln politischer Korrektheit zu verletzen.

“Elephant In The Room“ ist ein rundes durchweg hörenswertes neues Album der Band aus Südafrika und wird Anfang Mai 2021 auf allen digitalen Plattformen sowie auf CD und Vinyl auf dem “ON STAGE records“ Label veröffentlicht.

Etwa zeitgleich gibt es den neuen Watershed-Song “Countdown“, zur Unterstützung aller Krankenhausmitarbeiter, Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte und sonstigen Menschen, die an der Covid-19-Pandemie-Front ihr Bestes geben.

Watershed werden (soweit es Covid 19 erlaubt) 2021 und 2022 sowohl in Südafrika als auch in Europa touren, um das Album live vorzustellen und natürlich ihre Klassiker wieder aufzufrischen.

(Text: Burghard Rausch)

(voraussichtliche) Watershed-TOUR-Daten:

24.08.2021 – Hamburg / Bahnhof Pauli
25.08.2021 – Bremen / Meisenfrei
26.08.2021 – Göttingen / Exil
28.08.2021 – Wolfsburg / Hallenbad
31.08.2021 – Berlin / Kesselhaus
02.09.2021 – Dortmund / Piano
03.09.2021 – Rüsselsheim am Main / Das Rind
04.09.2021 – Erlenbach am Main / Beavers
07.09.2021 – Würzburg / Keller Z87
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08.09.2021 – München / Feierwerk
09.09.2021 – Passau / Zauberberg
10.09.2021 – Wien / Reigen
14.09.2021 – Stuttgart / clubCANN
15.09.2021 – Bonn / Harmonie
Verschoben vom 03.03.2021-24.03.2021. Tickets gibt es bei Reservix, Eventim,
sowie direkt bei allen Clubs. Alle bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Discographie:

“In The Meantime“ (2002)
“Wrapped In Stone“ (2003)
“Mosaic“ (2006)
“Staring At The Ceiling“ (2008)
“A Million Faces / 20 Hits – 10 Years“ (2010)
“Watch The Rain“ (2015)
“Harbour“ (2018)
“Elephant In The Room“ (2021)
Craig Hinds (Solo) “Ordinary Boy“ (2013)

Veranstalter

3dog-Entertainment oHGinfo[at]3dog-entertainment.de Ottostraße 2, 44147 Dortmund

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