Oktober, 2021

09Oct18:30Kenny Wayne Shepherd (USA) + Samantha Fish (USA)Live 2020Warsteiner Music Hall TICKETPREISE: VVK 60,78 € zzgl. Gebühr BEGINN: 20.00 Uhr

Einlass

(Samstag) 18:30

Ort

Warsteiner Music Hall

Phoenixplatz 4, 44263 Dortmund

BEGINN

20.00 Uhr

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Konzert-Information

Das letzte Vierteljahrundert im Leben des Kenny Wayne Shepherd glich einem spannenden Roadtrip. Die Zeiten, in denen der junge Revolverheld aus Louisiana mit seinen feuerwalzengleichen Gitarrensoli und seinem Songwriting jenseits aller Normen erstmals die Bluesrockszene der frühen 90er Jahre aufmischte, liegen weit zurück. Der inzwischen 41-jährige hat sich weiterentwickelt und dringt mit seiner Fender Strat in Ebenen vor, an die andere sich nicht ansatzweise heranwagen. Mit einer Ehrlichkeit, die nur durch Erfahrung und vielen Meilen auf dem Tacho möglich sind, taucht er tief in menschliche Wahrheiten und Sorgen ein. Im Mai 2019 setzt er mit „The Traveler“ seine Reise fort.

Kenny Wayne Shepherds letztes Studioalbum “Lay It On Down” erschien 2017 und wurde für seine „Wutanfälle an der Gitarre“ und sein „durchdachtes Songschreiberhandwerk“ (Classic Rock) gelobt. Doch für den Bandleader ist sein Publikum das wahre Maß seines Erfolges. „Für mich ist es am Wichtigsten, dass meine Fans mir sagen, wie sehr ein Song sie beeinflusst hat oder dass sie in der ersten Reihe mitsingen. Bei ‚Lay It On Down‘ ist genau das passiert.“ Doch die letzten 25 Jahre haben Shepherd eines gelehrt: So ewas wie ‚Mission erfüllt‘ gibt es für ihn nicht.

Während die Refrains von “Lay It On Down” immer noch auf unseren Lippen liegen, ködert uns der Bandleader mit einem verlockenden Doppel-Comeback. Die Veröffentlichung von “The Traveler” ist für Mai vorgesehen und ein drittes Album mit seinem Allstar-Projekt “The Rides” (mit Stephen Stills und Barry Goldberg) ist bereits in Vorbereitung. “Wenn man sich inspiriert fühlt, zapft man diese Quelle am besten sofort an.”, sagt er. “Wenn Du wartest, ist es schwer, wieder an diesen Punkt zu kommen. Ich war in letzter Zeit sehr produktiv und will genau so weitermachen.”

The Traveler“ ist eine Fortsetzung des letzten Albums, doch es hat mit mehr Ecken, Kanten und noch mehr Rock’n’Roll definitiv seine eigene Identität. Als erwachsener Mann und Vater sind für Shepherd andere Gedanken und Gefühle in den Fokus gerückt.

Bereits als Kind spielte er die Licks der Platten nach, die sein Vater, ein Konzertveranstalter, mit nach Hause brachte. Im Alter von 13 Jahren veränderte ein Treffen mit Stevie Ray Vaughan sein Leben und führte zu seinem Bühnendebüt im gleichen Jahr. Erste Alben wie „Ledbetter Heights“ (1995), „Trouble Is…“ (1997), „Live On“ (1999), „The Place You’re In“ (2004) und ein wahres Feuerwerk an der Gitarre während seiner Liveshows zeigten deutlich, dass einer der ehrlichsten Songwriter der Bluesrockszene geboren worden war.

In den ersten fünf Jahren meiner Karriere war ich nonstop auf Tour und vielleicht zwei Wochen im Jahr zuhause.“, erinnert er sich. Auch nach der Jahrtausendwende überquerte er immer wieder die Kontinente und legte nur für neue Studioalben wie „How I Go“ (2011), Goin’Home“ (2014) und „Lay It On Down“ jeweils eine kurze Pause ein. Ganz zu schweigen von seinen Alben mit The Rides 2013 und 2015.

The Traveler“ handelt von einer Welt, die wie noch nie zuvor gespalten zu sein scheint. „Der Albumtitel stammt von dem Song ‚Tailwind‘“, erklärt Shepherd. „Wir reisen alle zusammen durch dieses Ding, das man Leben nennt. Die momentanen Zeiten und Spannungen sind verrückt und sind ein Test für uns als Gesellschaft.“ Ohne einen eindeutigen politischen Standpunkt zu nennen, sagt er: „Lasst uns das gemeinsam durchstehen, einander schätzen und nicht gegeneinander kämpfen.“

Die neuen Songs beginnen üblicherweise mit rohen Riffs, die Shepherd zunächst auf seinem Handy aufgenommen hatte. In den Neptune Valley Studios in Los Angeles wurden diese durch das Produktionsteam um Marshall Altmann schließlich perfektioniert. Zusammen mit einer hervorragenden Studioband schufen sie eine Palette von Songs, die die sowohl wild als auch beruhigend wirken.

Ich habe Balladen und emotionale Momente immer geliebt.“, sagt Shepherd. „Ich rocke aber auch gerne und spiele feurigen Blues. ‚The Traveler‘ enthält beides. Diese Freiheit habe ich durch meine Fans, die mich bei jedem meiner Alben immer unterstützt haben.“

Sein erstklassiges Gitarrenspiel war schon immer Shepherds Visitenkarte, aber erst seit seinen Vierzigern weiß er, wann er brennen und wann er atmen muss. „‘The Traveler‘ hält sich auf gewisse Weise etwas zurück.“, erklärt er. „Als ich älter wurde, wurde mir klar, dass weniger manchmal mehr ist. Ich spiele jetzt um des Songs Willen. ‚I Want You‘ oder auch ‚Turn To Stone‘ bauen sich immer weiter auf und drehen sich letztendlich um das Gitarrensolo. Bei ‚“Woman Like You‘ steht hingegen der Rhythmus im Vordergrund. Ein geradliniger Les Paul Sound, dessen Riff sich wie von selbst dem Gesang unterordnet.“

Auf „The Traveler“ klingt Shepherds Stimme stärker wie nie zuvor und vereint aufrichtige Herzlichkeit mit scharfzüngigen Texten. Inzwischen teilt er die Gesangsparts öfter mit seinem langjährigen Sänger Noah Hunt, wodurch die Band sowohl im Studio als auch auf der Bühne vielseitiger geworden ist. „Ich klinge immer noch nicht wie Muddy Waters.“, lacht er. „Aber ich bin definitiv als Sänger gewachsen. Das verdanke ich Stephen Stills, der mich bei The Rides dazu drängte, mehr zu singen. Auch die Texte waren mir auf dieser Platte wichtiger als je zuvor. Bei ‚Woman Like You’ war es mein Ziel, die Frau in der Beziehung zu verherrlichen und ihr nicht die Schuld für etwas zu geben. Einige Songwriter konzentrieren sich nur auf die negativen Aspekte einer Beziehung, aber dieser Song rockt und lässt Dich gut fühlen.“

Auch andere typische Bluesklischees sucht man auf diesem Album vergeblich. „Long Time Running“ handelt davon, eine komplizierte Existenz zu führen. „Tailwind“ bedeutet laut Shepherd: „Hey Mann, lass uns unsere Kämpfe beenden. Es gibt keinen Grund für all den Hass. Lass uns einfach miteinander auskommen und uns lieben.“ Bei ‚Gravity‘ geht es oberflächlich um eine sehr komplizierte Beziehung. Man könnte daraus schließen, dass jemand am Ende des Songs stirbt, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, dieses Stück zu interpretieren.“

Shepherd fesselt die Zuhörer, während sich die Stimmung von der Aufregenden ins Nachdenkliche entwickelt. „Mit ‚We All Alright‘ wollte ich einfach einen Song mit diesem klassischen Groove schreiben. Wir fingen an zu schreiben und es fühlte sich wie eine Party an. Das haben wir festgehalten. Es geht darum, eine gute Zeit zu haben, ohne um etwas kämpfen oder sich um etwas sorgen zu müssen. Mit ‚Take It On Home“ erinnere ich an meine Wurzeln. Es handelt von mir: einer Person, die auf der ganzen Welt unterwegs ist, aber dennoch weiß, wann es Zeit ist, nach Hause zu gehen, sich zu erden und neu zu ordnen. Bei ‚Better With Time‘ spricht genau dieser Typ mit der Liebe seines Lebens. Es ist ein Moment der Dankbarkeit.“

Neben acht eigenen Songs sind auch zwei Coverversionen auf dem Album enthalten. „Ich wurde gebeten, an einer Veranstaltung zu Ehren von Joe Walsh teilzunehmen.“, führt er fort. „Jeder musste sich für ein paar Songs entscheiden. Ich bin ein Katalogtyp und grabe gerne nach versteckten Diamanten. Bei YouTube stieß ich auf „Turn To Stone“ und schaute mir das Video immer wieder an. Wir haben diesen Song bei der Veranstaltung gespielt und es kam so gut an, dass wir es im Studio noch einmal komplett live eingespielt haben.

Über das Bufallo Springfield-Stück ‚Mr. Soul erzählt der Gitarrist: „Stephen wollte mich und Neil Young gemeinsam bei einer Autismus-Benefizshow auf die Bühne bringen. Ich hatte ‚Mr. Soul’ im Hinterkopf und es wurde ein spektakulärer Moment. Auf dem Album möchte ich diesem besonderen Moment und dieser Erfahrung Tribut zollen.“

Auch wenn er sich inzwischen selbst zwischen Legenden bewegt, möchte der bescheidene Shepherd nicht im gleichen Atemzug mit den Bluesgrößen genannt werden, mit denen er 2007 im Platin-ausgezeichneten und Grammy nominierten Dokumentarfilm „10 Days Out: Blues From The Backroads“ zusammen gearbeitet hat. Trotzdem akzeptiert er, dass die alte Garde mehr und mehr verblasst und er allmählich das Zepter übernehmen muss. „Die Realität ist: je älter ich werde, verschwindet die vorangegangene Generation an Blueskünstlern. Niemand lebt ewig. Wenn ich lange genug lebe, komme vielleicht auch ich in die Kategorie der Elder Statesmen des Blues. Für jeden in dieser Position ist es Pflicht, seine Musik weiterzugeben und das Genre lebendig zu halten.

Für Shepherd bedeutet das auch, weiter zu reisen. „In Bewegung zu sein, ist nur ein Teil dessen, wer ich bin und was ich tue“, sagt er. „Nun, da das Album fertig ist, wird es bald Zeit, wieder auf Tour zu gehen. Ich werde nicht untätig herumsitzen. Ich möchte in Bewegung bleiben, weiter erschaffen und das tun, was ich liebe – so lange ich es kann… “


Facts zum neuen Album “Kill Or Be Kind” (am 20.09.2019 bei Rounder/in-akustik erschienen):

Die genresprengende US Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Samantha Fish veröffentlicht am 20. September in Deutschland ihr mit Spannung erwartetes neues Werk “Kill Or Be Kind” (in-akustik). Es ist das erste Album der 30-Jährigen beim legendären Nashville Label ROUNDER.

Samantha fasziniert das Publikum rund um den Globus mit ihrer zündenden Live-Performance – und begeisterte unlängst auch in Deutschland mit ihrem sensationellen Gitarrenspiel und fulminanten Liveshow. Mit „Kill Or Be Kind“ schickt sich die „Wonder Woman“ aus Kansas City an, den ganz großen internationalen Durchbruch zu schaffen!

Das vibrierende Album wurde in den Royal Studios in Memphis aufgenommen und vom dreifachen Grammy-Gewinner Scott Billington produziert; abgemischt wurde es schließlich vom zweifachen Grammy-Sieger Steve Reynolds.
Das Album beeindruckt mit elf Songs, die von der stampfenden neuen Single „Bulletproof“ (gespielt auf einer Electric Cigar Box) bis hin zum süßen Memphis R&B Song „Trying Not To Fall In Love With You“ reichen. Keine Frage: Dieses Album wird Frau Fish als kraftvolle Macht in der Roots Music etablieren.

Die begnadete Gitarristin aus Kansas City flirtet auf „Kill Or Be Kind“ ganz ungeniert und selbstverständlich mit dem traditionellem Blues ihrer Heimat, verschiebt dabei die Grenzen des Genres jedoch hin zu ihrem ganz eigenen, unverkennbaren Sound. So stößt der Memphis Soul Song „She Don´t Live Here Anymore“ durch das eindringliche Vibrato der Gitarre dicht an die Grenze zur County Music. „Love Your Lies“ hingegen überzeugt durch einen Spagat aus Punk, Rockabilly und Soul,während „You Got It Bad (Better Than You Ever Had“) als klassischer Blues Rocker punktet.

Die Vorgeschichte…

Ihre Karriere begann zwar erst 2009, aber es dauerte nicht lange, bis sich Samantha Fish als eine der aufstrebenden neuen Künstler im aktuellen Blues-Universum etablieren konnte. Seitdem hat sich die charismatische junge Sängerin, Gitarristin und Songwriterin einen exzellenten Ruf als talentierte Musikerin und kraftvolle Live-Künstlerin erspielt. Eine Reihe von Alben wurde von Kritikern und Fans gleichzeitig gefeiert; womit einmal wieder bewiesen wäre, wie ein ruheloser kreativer Geist konstant in neue und aufregende musikalische Richtungen führen kann.

Die altehrwürdige ‘New York Times’ bezeichnete Fish zu Recht als „eine beeindruckende Blues-Gitarristin, die mit süßer Kraft” singe, sie sei eines der „vielversprechendsten jungen Talente des Genres“. In ihrer Heimatstadt befand ‘The Kansas City Star’, dass „Samantha Fish die Türen des patriarchalischen Blues-Clubs eingetreten” habe und bescheinigte außerdem, dass die junge Künstlerin „mehr Vorstellungskraft und Kreativität an den Tag legt als manche Blues-Veteranen während ihrer gesamten Karriere.“

Ihre bisherigen Werke ließen schon vermuten, dass Fish mehr daran interessiert ist, ihrem Herz zu folgen als vergangene Triumphe zu wiederholen. Auch auf „Belle Of The West”, dem fünften Studio-Album, überzeugt Samantha Fish einmal mehr mit großartiger Qualität. Die elf Songs lassen tief in die Persönlichkeit der Sängerin blicken und haben den Soul quasi implantiert. Dabei sind es diesmal vor allem ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten an der akustischen Gitarre, die Fish grandios in ihr emotionales Songwriting einfließen lässt.

Auf der einen Seite stehen die neuen Eigenkompositionen wie ‚American Dream‘, ‚Blood In The Water‘, ‚Need You More‘ und ‚Don’t Say You Love Me‘, die ihr Talent für klassisches Americana-Songwriting unterstreichen. Auf der anderen Seite gibt es gleich drei Coverversionen: R.L. Burnsides ‚Poor Black Mattie‘, Lillie Maes ‚Nearing Home‘ und der von Jimbo Mathus geschriebene Titelsong. So etwas macht nur, wer die Kompetenz des Covern verinnerlicht hat. Abgesehen davon sind die Stücke auch Beispiele für ihren beeindruckend breitgefächerten Musikgeschmack.

„Für mich ist das Ganze eine natürliche Entwicklung“, bemerkt Fish dazu. „Die Scheibe ist eine Sammlung voller Geschichten eines Mädchens aus dem Mittleren Westen. Sie ist sehr persönlich. Ich habe mich diesmal hauptsächlich auf das Songwriting, den Gesang, die Melodien und die Gefühle konzentriert, um meinen Songs eine andere Dimension hinzuzufügen. Ich hatte keine Lust, nur auf der Gitarre zu schrammeln, obwohl wir auch ein paar härtere Stücke dabei haben. Ich liebe den alten Mississippi-Blues; in ihm steckt so viel Soul und so viel Echtheit, also habe ich die Chance wahrgenommen, tief in dieses Genre einzutauchen.”

Aufgenommen hat Fish „Belle Of The West“ in der entspannten, ländlich-kreativen Atmosphäre der legendären Zebra Ranch Studios in den North Hills von Mississippi. Produzent war erneut Luther Dickinson (bekannt als Frontmann der North Mississippi Allstars), mit dem sie schon auf „Wild Heart“ (2015) zusammengearbeitet hat. Im Studio gesellten sich dann noch einige der renommiertesten Musiker der Region dazu: unter ihnen natürlich auch Dickinson, dann die Solokünstlerin und Jack White-Kollegin Lillie Mae (deren unverkennbare Stimme man auf ‚Nearing Home‘ hört). Außerdem mit dabei: der bekannte und weitgereiste Blues-Künstler Lightnin’ Malcolm (zu hören auf ‚Poor Black Mattie’), der Squirrel Nut Zippers-Gründer Jimbo Mathus, die Kontra-Bassistin und Solokünstlerin Amy LaVere, Tikyra Jackson, Trina Raimey und Shardé Thomas, Enkelin der legendären Südstaaten-Blues-Ikone Otha Turner.

„Ich wollte diese Platte sowohl mit akustischen als auch mit elektrischen Gitarren machen, um den Stil und die damit verbundene Einzigartigkeit von Mississippi einzufangen”, erklärt Fish und fügt hinzu: „Jedes Mal, wenn man sich auf einen anderen Ort, einen anderen Vibe oder neue Menschen einlässt, fordert man sich selbst heraus, musikalisch zu wachsen. Ich habe mich sofort auf der Zebra Ranch zuhause gefühlt. Luther und Malcolm kenne ich seit Jahren, also war es im Prinzip eine sehr komfortable Situation. Wenn du eine Platte wie diese machst, dann muss es sich natürlich anfühlen, damit du die Leute auch erreichen kannst.“

„Belle Of The West” ist übrigens der Nachfolger von „Chills & Fever”, das sich im März 2017 in den Top 10 der US-Billboard Blues-Charts platzieren konnte. Auf diesem Album hat sie sich einem stilistisch völlig anderen Genre zugewandt und mit einer Reihe von weniger bekannten alten R&B-Stücken experimentiert. Hilfe und Unterstützung kam dabei von Mitgliedern der Garagen-Soul-Band The Detroit Cobras. „Zwei so verschiedene Alben nacheinander herauszubringen ist sehr befreiend gewesen”, freut sich Samantha.

Die kreative Kraft hinter „Belle Of The West“ und „Chills & Fever“ ist von Beginn an ein ausschlaggebendes und entscheidendes Element in der Karriere von Samantha Fish gewesen. Aufgewachsen ist sie in einer musikalischen Familie in Kansas City/Missouri. Schon früh spielte Musik eine wichtige Rolle in ihrem Leben: Sie startete am Schlagzeug, um dann mit 15 an die Gitarre zu wechseln. Im Alter von 20 Jahren gründete sie ihre erste Band, ein Trio, und veröffentlichte ihr erstes Album in Eigenregie. Das wiederum machte das renommierte Blues-Label Ruf Records auf sie aufmerksam, das dann 2011 eine Compilation namens „Girls With Guitars“ auf den Markt brachte, auf der sie mit ihren Kolleginnen Cassie Taylor und Dani Wilde vertreten ist. Im selben Jahr noch erschien ihr Solo-Debüt „Runaway“. Bei den Blues Musik Awards 2012 in Memphis wurde es zu Recht als ‘Best Artist Debut’ ausgezeichnet.

„Black Wind Howlin’“ folgte 2013, 2015 schließlich das erwähnte „Wild Heart“. Beide Alben wurden ebenfalls euphorisch von der Kritik gefeiert und etablierten Fish als prominente Persönlichkeit in der Blues-Community. „Wild Heart“ erreichte dabei sogar die Spitze der US- Billboard Blues-Charts. 2013 arbeitete sie außerdem noch mit den Blues Rock-Veteranen Jimmy Hall und Reese Wynans zusammen, das Projekt nannte sich The Healers. Im selben Jahr jammte sie auf der Bühne mit Blues-Ikone Buddy Guy und war als Gastmusikerin auf Devon Allmans „Turquoise“-Album zu hören.

Trotz all dieser Erfolge bleibt Fish bei demselben Ansatz wie zu Beginn ihrer Karriere: hart arbeitend und produktiv. „Ich denke, ich hatte das schon immer im Blut“, sagt sie dazu. „Musik ist mein Leben, also welche andere Option habe ich denn, als da rauszugehen und Musik zu machen? Wir touren ziemlich viel, und vielleicht ist es auch ein wenig verrückt, in nur einem Jahr zwei so dermaßen unterschiedliche Alben herauszubringen. Aber ich mag es, hart zu arbeiten. So bin ich nun mal, und das mache ich. Wenn ich schreibe, aufnehme und toure, fühle ich mich am ehesten wie mich selbst. Und jetzt ist der Moment gekommen, an dem die Leute auf mich aufmerksam werden. also muss ich das Beste daraus machen. Ich habe das Gefühl, gerade jetzt viel sagen zu müssen, warum sollte ich es also nicht tun?“

Wenn es nach Samantha Fish geht, dann ist ihre musikalische Zukunft offen. „Ich werde nie ein traditioneller Blues-Künstler sein, weil ich das nicht bin“, bekräftigt sie. „Aber Blues ist alles für mich. Als Muddy Waters und Howlin’ Wolf bekannt wurden, klang ihre Musik wie nichts aus der Vergangenheit des Blues. Man sollte diese Art von Antrieb und Mut beibehalten. Ich werde niemals Muddy Waters besser spielen als Muddy Waters, also bleibe ich lieber diejenige, die ich bin.”

Website Samantha Fish

 

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Veranstalter

3dog-Entertainment oHGinfo[at]3dog-entertainment.de Ottostraße 2, 44147 Dortmund

TICKETPREISE

VVK 60,78 € zzgl. Gebühr

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